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Sep
19

Betroffene Kinder sind oft aggressiv, haben keine Freunde und oft Probleme in der Schule

In Deutschland sind davon etwa eine halbe Million Kinder und Jugendliche betroffen. Aber auch Erwachsene leiden darunter, denn bei zwei Dritteln der Kinder verschwinden die Symptome später nicht. Experten schätzen sogar, dass bis zu sechs Prozent der Erwachsenen ADHS haben. Nur wird von den Erwachsenen keiner mit Ritalin behandelt.

ADHS zu diagnostizieren ist kein Kinderspiel. Ein Mangel an Gehirnfettsäuren ist nach neuen Studien der Auslöser für ADHS. Eine Nährstofftherapie kann helfen und Medikamente wie Ritalin zu reduzieren oder sogar ganz weg zu lassen.

ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom. „Eine Modekrankheit, ein Zeichen für schlecht erzogene Kinder.“ Das ist ein Vorurteil. Denn die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ist eine Krankheit, und zwar eine ererbte. Ursache für das meist sprunghafte, unkonzentrierte, impulsive und stimmungsschwankende Verhalten ist eine Stoffwechselstörung im Gehirn. Weltweit ist es eine der häufigsten kinderpsychiatrischen Krankheiten.

In Deutschland sind davon etwa eine halbe Million Kinder und Jugendliche betroffen. Aber auch Erwachsene leiden darunter, denn bei zwei Dritteln der Kinder verschwinden die Symptome später nicht. Experten schätzen sogar, dass bis zu sechs Prozent der Erwachsenen ADHS haben. Nur wird von den Erwachsenen keiner mit Ritalin behandelt. Bei Erwachsenen akzeptiert man bestimmte Verhaltensweisen und entschuldigt sie mit  „Das ist halt seine Art“.

ADHS ist inzwischen eine Volkskrankheit, gegen die jedoch viel zu wenig getan wird.

Viele Zappelphilipp-Kinder werden ruhig gestellt: Sie bekommen Ritalin oder ähnliche Medikamente, die alle den Wirkstoff Methylphenidat enthalten, ein Amphetamin, das unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und für Erwachsene nicht zugelassen ist. Wenn man sich die Nebenwirkungen durchliest, würde manch Erwachsener dieses Mittel nicht einmal selber einnehmen. Aber den Eltern von betroffenen Kindern wird es verharmlost dargestellt, weil man ja nicht an der Versetzung an eine weiterführende Schule Schuld sein möchte.

In England und den USA wird die Nährstofftherapie seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt.

In Deutschland ist davon erschreckend wenig bekannt. Warum ist das so? Liegt es vielleicht an den drastisch steigenden Umsätzen von Ritalin?

Dabei handele es sich um eine einfache Methode, mit der die Symptome um bis zu 20 Prozent gesenkt werden könnten.

Die Nährstofftherapie sollte als Basistherapie eingesetzt werden. Bekäme das Gehirn die richtigen Nährstoffe, so ließe sich das Grundproblem bei ADHS und übrigens auch bei Legasthenie, Schizophrenie und Depression beheben:  Die Versorgung mit den Botenstoffen Dopamin, Noradrenalin und Serotonin könne wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. „Richtige Nährstoffe“ sind vor allem Gehirnfettsäuren.

Das verstärkte Auftreten von ADHS hängt nicht nur mit der zunehmenden Aufklärung über die Krankheit zusammen, sondern auch mit der „erheblichen Zunahme an Fast Food in der Kinderernährung“. Denn Fertignahrung enthält für Haltbarkeit und Geschmack besonders viele gesättigte Fettsäuren. Heute werden bereits Kindergeburtstage von führenden Fast Food-Ketten organisiert. Wen wundert es da, dass immer mehr Kinder zwar ihr Fett abbekommen und übergewichtig werden, ihnen es aber an Hirnfetten fehlt.

Fett wird uns seit Jahren madig gemacht, aber es gibt auch gesunde Fette. Diese ungesättigten Fettsäuren (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren)sind vor allem in fettem Fisch (Thunfisch, Lachs, Makrele, Hering), in Meeresfrüchten und in pflanzlichen Ölen (Sonnenblumen-, Walnuss-, Maiskeim- oder Rapsöl) zu finden. Auch Zink und Magnesium fehlen den ADS-Betroffenen oft in aus -reichendem Maße.

Weil Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit selten ein konstantes Essverhalten haben und Medikamente wie Ritalin obendrein eine appetitzügelnde Wirkung haben, können Defizite oft nur über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.

ADHS zu diagnostizieren ist kein Kinderspiel. Die Symptome wie fehlende Konzentration, mangelhafte Selbstkontrolle, Aggression, fehlende Organisation und die Unfähigkeit, still zu sitzen, sind einzeln unspezifisch und auch bei gesunden Menschen häufig zu beobachten.

Ein zu unrecht verabreichtes Medikament, das unter das Betäubungsmittelgesetz fällt wäre ein Skandal. Ein Zuviel an Nahrungsergänzungsmitteln würde nur ein Stück mehr Gesundheit bedeuten, aber niemals Nebenwirkungen haben.

Buchtipp:

Georg Keller, Marie-Therese Zierau: Hilfe bei AD(H)S. Die neue, sanfte Nährstofftherapie, Droemer Knaur - hier klicken und suchen: Hilfe bei AD(H)S

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